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Antworten auf Ihre Fragen

Kalorienarme Süßstoffe sind ein vieldiskutiertes Thema und häufiger Gegenstand von Kritik, Missverständnissen und Spekulationen. Hier behandeln wir häufig gestellte Fragen zu kalorienarmen Süßstoffen in Bezug auf folgende Themen:

  • Süße
  • Gewichtskontrolle
  • Lebensmittel und Getränke
  • Diabetes
  • Zahngesundheit
  • Sicherheit
 

Süße

Was ist Süße?

Süß bedeutet, dass etwas angenehm schmeckt. Süße ist das angenehme Gefühl, das durch Lebensmittel mit süßem Geschmack verursacht wird. Die Suche nach diesem von der Süße ausgelösten Genuss beeinflusst die Wahl von Essen und Trinken.

Seit jeher begehren Menschen Lebensmittel und Getränke mit süßem Geschmack. So zeigen beispielsweise bereits Zeichnungen an den Wänden ägyptischer Gräber Bienenzüchter bei der Honigernte. Andere Zeichnungen beweisen, dass in Indien schon vor mehr als 2000 Jahren Zuckerrohr angebaut wurde.

Heute ist Saccharose, d. h. Tafelzucker, der Geschmacksstandard, an dem alle anderen Süßstoffe gemessen werden. Manche Süßungsmittel, wie Zucker, enthalten Kalorien. Andere sind kalorienarm oder kalorienfrei.

Ist die Bevorzugung süßer Nahrung und Getränke beim Menschen natürlich?

Der Mensch bevorzugt Lebensmittel und Getränke, die süß schmecken. Und er meidet eher den bitteren Geschmack.

Diese Vorliebe für Süßes beginnt mit der Geburt. Den ersten Menschen erleichterte diese angeborene Liebe zum Süßen vielleicht das Überleben: Der Verzehr von süßem Obst, Beeren und Gemüse ist allgemein sicher, während der Verzehr bitter schmeckender Nahrung gefährlich sein kann.

Ob natürlicher Hang zum Süßen oder aus Kultur und Erfahrung abgeleitete Konsumgewohnheiten, beides beeinflusst den Menschen lebenslang bei seiner Nahrungs- und Getränkewahl.

Ist es in Ordnung, süße Lebensmittel zu essen?

Süße in Lebensmitteln wird positiv wahrgenommen. Süße verbessert die Akzeptanz und den Geschmack von Nahrungsmitteln und Getränken. Beim heutigen Überfluss kostengünstiger Lebensmitteln und Getränken in vielen Teilen der Welt essen Menschen oft zu viel und können so zu viele Kalorien aufnehmen.

Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, süße Lebensmittelin eine gesunde Lebensweise mit ausgeglichener Kalorienzufuhr zu integrieren. Die Verwendung kalorienarmer Süßstoffe ist eine dieser Möglichkeiten, Süßes ohne zu viele Kalorien zu genießen.

Kann gesunde Ernährung süße Lebensmittel und Getränke einschließen?

Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, die er für ein fittes und aktives Leben braucht, und minimiert die Gefahr chronischer Krankheiten wie koronare Herzkrankheiten, Diabetes oder Krebs.

Zu einer gesunden Ernährung gehören verschiedene Nahrungsmittel: Cerealien; Obst und Gemüse; proteinhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Nüsse und Gemüse; Milch und Milcherzeugnisse wie Käse und Joghurt; sowie kleine Mengen Fette und Öle. Moderate Mengen an süßen Lebensmitteln auf dem täglichen Speisezettel bedeuten besseren Geschmack und bessere Verträglichkeit und werten das Essen auf.

Was sind kalorienarme Süßstoffe?

Kalorienarme Süßstoffe bieten süßen Geschmack ohne Kalorien oder mit sehr wenigen Kalorien. Die meisten kalorienarmen Süßstoffe werden vom Körper nicht verdaut und liefern keine Kalorien. Die Ausnahme bildet das natürlich metabolisierte Aspartam. Aspartam ist jedoch ca. 200 Mal süßer als Saccharose und eine winzige Menge (1/10 einer Kilokalorie) genügt, um die Süße eines Teelöffels Zucker (16 Kilokalorien) zu erzeugen.

Andere Bezeichnungen für kalorienarme Süßstoffe:

  • „Süßstoff ohne Nährwert“
  • „Intensivsüßstoff“
  • „hochintensive Süßstoffe“
  • „hochpotente Süßstoffe“
  • „alternative Süßstoffe“
Welche Vorteile haben kalorienarme Süßstoffe?

Kalorienarme Süßstoffe bieten dem Verbraucher eine kalorienbewusste Auswahl an wohlschmeckenden Produkten. Kalorienarme Süßstoffe sind Produkte, mit denen gewichts- und kalorienbewusste Verbraucher ihren Bedarf an süßem Geschmack ohne zusätzliche Kalorien befriedigen können.

Es ist erwiesen, dass kalorienarme Süßstoffe eine nützliche Rolle spielen und helfen, im Rahmen einer fitten und gesunden Lebensweise abzunehmen bzw. das Gewicht zu halten. Die Vorbeugung gegen Fettleibigkeit ist ein wichtiger Faktor zur Minimierung des Risikos von Typ-2-Diabetes, d. h. der nicht insulinabhängigen Diabetes (NIDDM).

Kalorienarme Süßstoffe erleichtern außerdem die Vorbeugung gegen und die Reduktion von Karies. Lebensmittel und Getränke mit kalorienarmen Süßstoffen tragen zur Zahngesundheit bei, weil die Mundbakterien kalorienarme Süßstoffe nicht in zahnschädliche Säuren umwandeln können.

Aus demselben Grund werden kalorienarme Süßstoffe auch für Mundhygieneartikel verwendet.

Nahrungsmittel und Getränke

Welche Nahrungsmittel und Getränke mit kalorienarmen Süßstoffen sind heute erhältlich?

Die große Auswahl an kalorienarmen und Light- Produkten, die dem Verbraucher heute zur Verfügung stehen, wäre ohne kalorienarme Süßstoffe nicht möglich.

Kalorienbewusste Verbraucher genießen Süßstoffe in:

  • Alkoholfreien Getränken und Tafelsüßen (größte Anwendungsgebiete der kalorienarmen Süßstoffe)
  • Milchprodukten wie Joghurt und Eiscreme
  • Desserts
  • Kaugummi
  • Süßigkeiten
  • Salatdressing, Senf und Saucen
  • Und vielen anderen Produkten, einschließlich Multivitamine-Tabletten und Diätprodukte aus der Apotheke
Wie können kalorienarme Süßstoffe zuhause genutzt werden?

Süßstoffe für den direkten Verbrauch zuhause werden Tafelsüßen genannt. Sie sind in vier verschiedenen Formen erhältlich:

  • Süßstofftabletten
  • Süßstoff in flüssiger Form
  • Sprühgetrocknetes granuliertes Süßstoffpulver
  • Pulverbeutel mit konzentriertem Süßstoff

Eine Tablette oder ein Pulverbeutel kalorienarmer Süßstoff entspricht normalerweise einem Teelöffel Zucker bzw. einem Zuckerwürfel. Zwei oder drei Tropfen eines flüssigen kalorienarmen Süßstoffs entsprechen einem Teelöffel Zucker. Und im Normalfall erzeugt ein Löffel granulierter kalorienarmer Süßstoff so viel Süße wie ein Löffel Zucker.

Granulierter Süßstoff ist eine spezifische Variante und beweist die Flexibilität von Süßstoffalternativen. Weil sie locker, fein und granuliert sind, eignen sich granulierte kalorienarme Süßstoffe besonders zum Süßen von Müslis, Obst und Nachtischen und können auch zum Kochen und Backen verwendet werden. Ihr Energiegehalt ist bis 90 Prozent niedriger als der von Zucker.

In Marmeladen und Konfitüren haben kalorienarme Süßstoffe nicht die konservierende Wirkung von Zucker. Darum sind brennwertverminderte Produkte nach dem Öffnen im Kühlschrank aufzubewahren. Andererseits kommt es mit Süßstoffen nicht zu der unangenehmen Gärung, wie Zucker sie oft in Marinaden und Dressings auslöst.

Warum enthalten manche Lebensmittel und Getränke mehrere kalorienarme Süßstoffe?

Geschmacksprofil und technische Eigenschaften sind bei jedem Süßstoff spezifisch und einzigartig. Süßstoffe können allein oder in Kombination mit anderen verwendet werden. Heute gibt es so viele kalorienarme Süßstoffe, dass der einzelne Süßstoff oder die Kombination von Süßstoffen gewählt werden kann, der für spezifische Produkte bzw. Geschmacksnuancen von Marken-Tafelsüßen am besten geeignet ist.

Zahngesundheit

Wie helfen kalorienarme Süßstoffe bei der Vorbeugung gegen Karies?

Karies entsteht, wenn Zahnschmelz durch Säure im Mundraum abgetragen wird (Demineralisation). Die Säure wird von Mundbakterien durch Vergärung von Kohlenhydraten (Zucker und Stärke) erzeugt. Bei Menschen mit guter Zahnhygiene (Mundpflege, gesundes Essen) neutralisiert der Speichel die Säure und repariert den Zahnschmelz.

Karies tritt nur dann auf, wenn der Reparaturprozess nicht mit dem Demineralisationsprozess mithalten kann.

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Fluorid das wichtigste Hilfsmittel bei der Kariesvorbeugung ist. Fluorid steigert die Widerstandskraft von Zahnschmelz gegen Karies und hilft, die Reparatur zu beschleunigen. Der Zusatz von Fluorid in der kommunalen Wasserversorgung und in fluoridhaltigen Mundwässern hat das Vorkommen von Karies in den Industrieländern stark reduziert.

Kalorienarme Süßstoffe können von Mundbakterien nicht verstoffwechselt werden und helfen so bei der Vorbeugung gegen Karies. Die Bakterien scheiden keine Säure aus und können Karies nicht mehr begünstigen.

Wie wirken sich kalorienarme Süßstoffe auf die Zahngesundheit aus?

Die Bakterien im Mundraum können kalorienarme Süßstoffe nicht verstoffwechseln und folglich keine Säuren ausscheiden, die den Zahnschmelz angreifen – sie können keine Karies auslösen.

Forschungen haben gezeigt, dass kalorienarme Süßstoffe Karies durch Eingriffe in den Kohlenhydrate-Metabolismus der Mundbakterien direkt hemmen; sie können die Vermehrung von Karies auslösenden Mundbakterien begrenzen oder die von den Bakterien produzierte Säure reduzieren. Lebensmittel und Getränke mit diesen kalorienarmen Süßstoffen stärken also die Zahngesundheit.

Ist es gut, Zahnpasta, Mundwasser und fluoridhaltige Kautabletten oder Mundsprays zu verwenden, die kalorienarme Süßstoffe enthalten?

Ja, kalorienarme Süßstoffe lösen keine Karies aus. Da sie den Geschmack verbessern, fördern Sie die Verwendung von Zahnpasta, Mundwasser und Fluoridergänzungen, die zur Zahngesundheit beitragen.

Gewichtskontrolle

Warum sind Gewichtskontrolle und Vermeiden von Fettleibigkeit wichtig?

Übergewicht kann das Risiko für die Entstehung von Hypertonie (hohem Blutdruck), Diabetes, koronaren Herzkrankheiten und bestimmten Arten von Krebs und Gallenkrankheiten verstärken.

Schon kleine Gewichtsabnahmen können:

  • Den Blutdruck senken
  • Die Blutzuckerkontrolle verbessern
  • Die Cholesterin- und Triglyceridewerte im Blut senken

Menschen, die ihr Gewicht unter Kontrolle haben, fühlen sich gut. Sie haben mehr Selbstvertrauen, ein besseres Selbstwertgefühl und fühlen sich wohl.

Reduzierte Kalorienaufnahme und mehr körperliche Bewegung sind beim Abnehmen wesentlich. Kalorienarme Süßstoffe können beim Management der Gesamtkalorienaufnahme eine wichtige Rolle spielen. Sie bieten den Menschen viele verschiedene wohlschmeckende Lebensmittel und Getränke mit niedrigerem Kaloriengehalt.

Helfen die Kalorien, die sich durch diese Produkte vermeiden lassen, wirklich beim Abnehmen?

Um abzunehmen, müssen weniger Kalorien aufgenommen werden, als der Körper verbrennt. Kalorienarme Süßstoffe reduzieren die Kalorienaufnahme.

Wenn man 4 Teelöffel Zucker täglich durch kalorienarmen Süßstoff ersetzt, z. B. im Tee oder Kaffee, entspricht die durchschnittlich jährlich eingesparte Energie 3 kg Fettgewebe.

Studien haben gezeigt, dass eine geringfügige Gewichtsabnahme das Risiko von Typ-2-Diabetes, koronaren Herzkrankheiten und Krebs wesentlich reduzieren kann.

Haben kalorienarme Süßstoffe Auswirkungen auf den Appetit?

Kalorienarme Süßstoffe helfen, das Gewicht zu kontrollieren. Sie stimulieren weder den Appetit noch das Hungergefühl.

In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass kurzfristiges Hungergefühl (zwischen Mahlzeiten) nachlässt oder gleich bleibt, wenn Zucker durch kalorienarme Süßstoffe ersetzt wird. Volumen und Ballaststoffe wirken am besten gegen den Hunger zwischendurch: Kalorienfreie oder -arme Getränke und ballaststoffreiche Lebensmittelreduzieren den Hunger zwischendurch am besten.

International angesehene Wissenschaftler wie Andrew Renwick, Ph.D., University of Southampton, und Barbara Rolls, Ph.D., Pennsylvania State University, haben alle verfügbaren Forschungsdaten über kalorienarme Süßstoffe, Appetit und Hunger überprüft. Sie kamen zum Schluss, dass Süßstoffe den Hunger nicht fördern und tatsächlich zu einer geringeren Kalorienaufnahme führen.

Adam Drewnowski, Ph.D., University of Michigan (Nutrition Reviews), wertete zahlreiche Studien zu dieser Frage aus und berichtete, dass es keine Beweise dafür gibt, dass süßer Geschmack Hunger oder das Verlangen nach Essen stimuliert. Und obwohl kalorienarme Süßstoffe keine Appetitzügler sind, können sie durch die Verbesserung des Geschmacks kalorienarmer Nahrung tatsächlich die Einhaltung einer kalorienarmen Diät erleichtern.

Einige Studien, einschließlich der Studie von Drewnowski et al. und Raben et al., zeigen, dass die Verwendung kalorienarmer Süßstoffe zur Gewichtskontrolle beiträgt.

Es ist nachweisbar, dass in einer Mahlzeit mit kalorienarmen Süßstoffen eingesparte Kalorien nicht durch größere Mengen an Nahrungsmitteln bei der nächsten Mahlzeit ausgeglichen werden. Natürlich muss sich die Person, die Gewicht verlieren möchte, bewusst anstrengen, damit das Ergebnis anhält.

Können Lebensmittel oder Getränke mit kalorienarmen Süßstoffen in eine gesunde Diät integriert werden?

Die zunehmende Verfügbarkeit wohlschmeckender kalorienarmer Lebensmittel und Getränke macht gesundes Essen so einfach wie nie zuvor. Und die größere Auswahl an Lebensmitteln macht langfristig befriedigende und erfolgreiche Diäten wahrscheinlicher.

Hilft kalorienarmer Süßstoff Menschen, die abgenommen haben, anschließend nicht wieder zuzunehmen?

Ergebnisse einer klinischen Studie von Blackburn et al. (Beth Israel Deaconess Medical Centre, Harvard Medical School) lassen vermuten, dass im Rahmen eines multidisziplinären Gewichtskontrollprogramms mit Diät, körperlicher Betätigung und Verhaltensänderung kalorienarme Süßstoffe (Aspartam) die langfristige Beibehaltung eines geringeren Körpergewichts erleichtern.

Außerdem führte eine Steigerung des Süßstoffkonsums während Gewichtsverlust-Programmen zu mehr Gewichtsverlust. Kalorienarme Süßstoffe können beim langfristigen Gewichtsmanagement helfen, da sie die Lust auf Süßes befriedigen und den Appetit ohne Überkonsum von Saccharose und/oder Fett kontrollieren. Möglicherweise haben sie auch die Lust auf Süßes verringert, da sie lediglich das Gefühl vermittelt haben, dass die Lust auf Süßes befriedigt wurde.

Diabetes

Wie können kalorienarme Süßstoffe Diabetikern helfen?

Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch die Unfähigkeit des Körpers ausgelöst wird, Insulin zu erzeugen oder zu nutzen. Insulin bringt den Blutzucker in die Zellen, wo er in Energie umgewandelt wird. Diabetikern wird heute geraten, sich „normal“ und ausgeglichen zu ernähren, mit vielen Kohlenhydraten und auch kleinen Mengen Zucker. Ein wichtiger Teil des Diabetesmanagements besteht jedoch darin, den Blutzuckerspiegel in gesunden Grenzen zu halten – und hier helfen kalorienarme Süßstoffe, weil sie süßen Geschmack ohne höheren Blutzuckerspiegel ermöglichen.

Wenn übergewichtige oder fettleibige Menschen mit Diabetes ihr Gewicht bereits nur leicht reduzieren können, verbessert sich ihr Blutzuckerspiegel.

Durch die geringer Kalorienaufnahme helfen kalorienarme Süßstoffe sowohl beim Gewichtsmanagement als auch bei der Kontrolle des Diabetes.

Ist die Verwendung kalorienarmer Süßstoffe durch Diabetiker unbedenklich?

Es gibt einen breiten Konsens unter den Gesundheitsexperten, dass kalorienarme Süßstoffe für Diabetiker unbedenklich sind, weil sie weder den Blutzucker noch den Insulinspiegel beeinflussen. Dies bedeutet, dass kalorienarme Süßstoffe Diabetikern den Genuss süßer Lebensmittel und Getränke erlauben und ihnen so mehr Auswahl bieten.

Beeinflussen kalorienarme Süßstoffe den Blutzucker- oder Insulinspiegel?

Zahlreiche Studien haben übereinstimmend gezeigt, dass kalorien­ar­me Süßstoffe den Blutzucker und Insulinspiegel nicht beeinflussen.

Ihre Auswirkungen auf die Insulinsekretion und den Blutzuckerspiegel wurden von Brigitte Härtel et al., Europäische Gesellschaft August Bier für Ökologie und Medizin e.V., Medizinische Hochschule Hannover untersucht. Mit der Studie sollte herausgefunden werden, ob Süßstoffe (allgemein) sich auf den Kopfphasenreflex (cephalic phase response) und somit auf Insulin- und Blutzuckerspiegel auswirken.

Diese Studie hat gezeigt, dass „Süßstoffe keine cephalische Insulinsekretion verursachen, keine Auswirkungen auf den Glucosespiegel haben und sich schließlich kein Hinweis darauf ergibt, dass durch Süßstoffe ein physiologisch bedingtes Hungergefühl ausgelöst wird.“

Wie können Genuss und Geschmack die Gesundheit, die Ernährung und die Diabeteskontrolle verbessern?

Kalorienarme Süßstoffe machen Diabetikern eine große Auswahl wohlschmeckender Lebensmittel und Getränke zugänglich. Eine abwechslungsreichere und geschmacksintensivere Ernährung erleichtert die Einhaltung von Diätrichtlinien für eine bessere Gesundheit, Ernährung und Kontrolle des Blutzuckers. Diabetiker fühlen sich manchmal isoliert und fremd in unserer Gesellschaft, weil ihre Lebensführung so anders ist als die anderer Menschen. Die Möglichkeit, „normale“ Lebensmittel zu essen, verbessert ihre Lebensqualität. Vor allem für Kinder, die in allem wie ihre Kameraden sein möchten, ist das hilfreich.

Sicherheit

Sind sie wirklich sicher?

Alle zugelassenen Süßungsmittel sind für den Verbraucher sicher. Sicherheit ist das wichtigste Anliegen der Hersteller kalorienarmer Süßstoffe, der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, Regulierungsbehörden und Verbraucher. Neu entdeckte Süßstoffe müssen jahrelange Forschungs- und Entwicklungsprozesse durchlaufen, damit ihre Sicherheit gewährleistet werden kann.

Wie ist das Zulassungsverfahren organisiert?

Bevor ein Süßstoff auf den Markt kommt und dem Verbraucher angeboten wird, muss er von den Regulierungsbehörden (Regierungen) zugelassen werden. Für die Erteilung der Zulassung stützen sich die Behörden auf Sicherheitsbewertungen unabhängiger wissenschaftlicher Beratungsgremien wie z. B. der folgenden:

  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), zuvor European Commission's Scientific Committee for Food (SCF)
  • United States Food and Drug Association (FDA)
  • Gemeinsamer FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) der Vereinten Nationen

Die unabhängigen Sachverständigen dieser Beratungsgremien überprüfen genau die Daten über den Süßstoff und seine Anwendungen und werten sie aus, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Sicherheitsstudien können sieben bis fünfzehn Jahre dauern und das Regulierungsverfahren kann weitere vier bis sieben Jahre dauern.

Was ist der ADI?

Die auf dem Körpergewicht basierende erlaubte Tagesdosis (ADI) ist die Menge Süßstoff oder sonstiger Lebensmittelzusatzstoffe, die eine Person lebenslang täglich ohne Sicherheitsrisiko konsumieren kann. Dieser Begriff wurde vom Gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) entwickelt und später vom Scientific Committee for Food (SCF) der Europäischen Kommission (jetzt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt.

Der JEFCA definiert ADI-Werte als: „Eine in Abhängigkeit vom Körpergewicht ausgedrückte Schätzung der Menge eines Lebensmittelzusatzstoffs, die ein Leben lang täglich ohne merkliches Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann.“

Der ADI ist also die sichere Einnahmemenge. Wenn der ADI gelegentlich überschritten wird, hat dies keine Auswirkungen, sofern dies durch Zeitabschnitte ohne Einnahme ausgeglichen wird. Wenn der ADI dauerhaft überschritten wird, ist der Sicherheitsgrad niedriger, aber durchaus ausreichend. Wenn zum Beispiel eine Person ständig den doppelten ADI konsumiert, hat sie immer noch einen Sicherheitsfaktor von 50 anstatt 100. Der ADI wird also als geeigneter Maßstab bei der Einschätzung des Risikos und der Festlegung erlaubter Mengen von Nahrungsmittelzusatzstoffen durch die Regulierungsbehörden angesehen werden.

Wie viel ist sicher?

Die heutzutage in Nahrungsmitteln und Getränken verwendeten Süßstoffe sind sicher. Bei der Zulassung eines Süßstoffs für Nahrungsmittel und Getränke berücksichtigt die Regulierungsbehörde sowohl die geschätzte Gesamtaufnahme als auch die erlaubte Tagesdosis (ADI), generell mit einem Sicherheitsfaktor von 100.

Dies bedeutet, dass der Süßstoff auch bei gelegentlich der ADI überschreitender Aufnahme noch sicher ist, weil der ADI die Menge ist, die ein Mensch ein Leben lang täglich konsumieren kann. Um sicherzustellen, dass die Aufnahmemenge das vertretbare Niveau nicht überschreitet, führen Regierungen und Industrie Konsumstudien durch.

Diese Studien haben gezeigt, dass Verbraucher im Allgemeinen den ADI nicht überschreiten. Gelegentliches Überschreiten des ADI birgt jedoch kein Gesundheitsrisiko.

Wie ist die Nutzung kalorienarmer Süßstoffe geregelt?

Die amtliche Zulassung ist von Land zu Land verschieden. Das Ziel „Sicherheit“ ist hingegen in allen Ländern gleich. Um dieses Ziel zu erreichen, verwendet die Regierung die Sicherheitsbewertungen der eigenen wissenschaftlichen Beratungsgremien oder des Gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschusses für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) der Vereinten Nationen.

Die Europäische Kommission konsultiert zum Beispiel die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – früher European Scientific Committee for Food (SCF) – während die Vereinigten Staaten die US Food and Drug Administration (FDA) zu Rate ziehen.

Die Zulassung bedeutet, dass ein spezifisches kalorienfreies oder -armes Süßungsmittel von den Regulierungsbehörden die Genehmigung erhält, vom Verbraucher als Tafel­süße oder als bis zu bestimmten Höchstmengen verwendeter Zusatz in spezifischen Lebensmitteln und Getränken genutzt zu werden. Die Zulassung muss vor dem Beginn des Verkaufs des für Lebensmittel oder Getränke bestimmten Süßungsmittels vorliegen.

Für die Zulassung verlangt der Gesetzgeber Bewertungen der Produktsicherheit und den Nachweis der technologischen Notwendigkeit. Sie wird nur gewährt, wenn die Regulierungsbehörden von der Unbedenklichkeit eines Produkts überzeugt sind. Die Regulierungsbehörden legen auch die erlaubte Tagesdosis (ADI) fest. Kalorienarme Süßstoffe gehören zu den am gründlichsten geprüften heutigen Lebensmittelzusatzstoffen.

So werden beispielsweise in der 1994 vom Europäischen Rat und Parlament angenommenen und heute in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) angewendeten EU-Süßungsmittelrichtlinie (94/35/EG) alle in der EU zugelassenen Süßstoffe, die Lebensmittel, in denen sie verwendet werden können, und die maximal nutzbare Menge angegeben. Lebensmittelzusatzstoffe wie kalorienarme Süßstoffe müssen nützlich und unbedenklich sein, um zugelassen zu werden.

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„Do it for you – Tun Sie es für sich” ISA für Weltdiabetestag 2017

Leben. Es ist nie zu Ende für uns Frauen. Manchmal sind wir so mit den Bedürfnissen unserer Kinder, unserer Partner und mit den täglichen Aufgaben beschäftigt, dass wir aus den Augen verlieren, was wir brauchen. Aber wenn Sie Typ 1, Typ 2 oder Schwangerschaftsdiabetes haben, ist es unerlässlich, dass Sie sich auch um sich selbst kümmern. Also was immer Sie heute für andere tun, vergessen Sie nicht, auch etwas für sich selbst und Ihre Gesundheit zu tun.